Seit 1972 ist Sandharlanden ein Ortsteil der Stadt Abensberg. Angrenzend an die Hallertau ist Sandharlanden geologisch sowohl von schweren Lehmböden, als auch von kalksteinhaltigen Juraböden und lockeren Sandböden geprägt. So waren Kalksteinbrüche früher bedeutende Arbeitgeber und lieferten an die Kelheimer Marmorkalkwerke. Die meisten Sandharlandener arbeiteten jedoch in der Landwirtschaft. Dies änderte sich bis zum Jahr 1988, in dem bereits in etwa die Hälfte der circa 800 Einwohner auswärts einer Arbeit nachging. Dennoch bilden Spargel- und Hopfenanbau wichtige Einnahmequellen.
Ähnlich der Geologie verläuft auch hinsichtlich des Dialekts durch Sandharlanden eine Grenze, die bis zu den Nachbarsiedlungen Eining und Holzharlanden reicht.
Die erste urkundliche Erwähnung eines Herrensitz ‚Santharlanta’ findet sich erstmals im Jahr 895. Der althochdeutsche Name meint ein Ackerland, auf dem vorwiegend Flachsanbau betrieben wurde. Sandharlanden ging 990 in das Eigentum des Klosters Weltenburg über. Die erhaltene Wehrkirche aus dem frühen 13. Jahrhundert sowie der früher sehr hoch ummauerte Friedhof mit seinem romanischen Eingangsportal dienten Sandharlanden in den regelmäßig wiederkehrenden Kriegszeiten zur Verteidigung und als Zufluchtsort für die Bevölkerung. 1984 wurde die Kirche mit einem Anbau erweitert.
Sandharlandens Einwohnerzahl hat sich von 411 Einwohnern im Jahr 1912 auf genau 1.000 Einwohner im Jahr 2008 erhöht.